Marcel Hill: Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut

Marcel Hill

Das nächste Heimspiel der Liga-Mannschaft von Flensburg 08 steht auf dem Programm: Am Samstag, 29. November, um 14 Uhr empfängt das Team von Trainer Torsten Böker den Tabellenzweiten Eutin 08 im Flensburger Stadion. Vor dem Spiel sprach 08-Pressesprecher Julian Heldt mit Marcel Hill, der vor zwei Wochen sein Comeback feiern durfte.

Hallo Sally, im letzten Heimspiel des Jahres ist am Samstag der Tabellenzweite Eutin 08 zu Gast im Flensburger Stadion. Wie undankbar ist dieser Gegner in der momentanen Situation? Was habt ihr euch für die Partie vorgenommen?
Hallo Julian, Eutin 08 spielt in der Tat eine hervorragende Hinrunde, aber ich sehe die Aufgabe nicht so unangenehm. Als Tabellenzweiter geht Eutin als Favorit in die Partie und ist gewählt das Spiel zu machen. Wir haben die Woche sehr intensiv und konstruktiv trainiert, die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut. Daher gehen wir voller Euphorie in das Spiel und wollen dieses natürlich in unserem Stadion gewinnen.

Nach zwei unnötigen Heimniederlagen in Folge beträgt der Vorsprung vor den Teams auf den Abstiegsplätzen nur noch einen Punkt. Wie erklärst du dir die momentane Krise?
Das ist eine sehr gute Frage. Ich wünschte, ich könnte dir auf Anhieb eine Antwort geben. Wir sind personell auf keinen Fall schlecht besetzt und das Trainerteam arbeitet ebenfalls sehr engagiert. Für den Großteil der Mannschaft ist der Abstiegskampf absolutes Neuland. Meiner Meinung nach haben wir momentan in den entscheidenden Situationen kein Glück und bestrafen uns mit Unkonzentriertheiten letztendlich selbst. Wir benötigen schnellstmöglich ein Erfolgserlebnis und dann können wir auch jede Mannschaft in der Liga besiegen.

Nach langer Verletzungspause konntest du vor zwei Wochen endlich dein Comeback auf dem grünen Rasen feiern. Wie ist dein aktueller gesundheitlicher Zustand? Bei wie viel Prozent bist du schon?
Das war für mich persönlich ein großartiges Gefühl. Dem Comeback gingen viele Monate harte Arbeit voraus, welche vor allem aus Fitnessstudio, Physiotherapie und Laufbahn bestanden. In den letzten Wochen konnte ich komplett mit der Mannschaft trainieren und mir die fußballspezifischen Eigenschaften wieder aufbauen. Mit meinem gesundheitlichen Zustand bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass ich mein Leistungspotential in nächster Zeit weiter ausschöpfen kann.

Gab es Zeiten, in denen du die Hoffnung auf ein Comeback bereits verloren hattest? Woher hast du nach den schweren Verletzungen die Kraft für eine Rückkehr auf den Platz geholt?
Die erneute schwere Verletzung nach meinem Kreuzbandriss und die folgende Operation haben mir in den ersten Wochen wirklich sehr zugesetzt. Nachdem die Operation durch Dr. Brieske allerdings hervorragend verlaufen ist und das Knie sehr schnell schmerzfrei war, war ich wieder bereit sehr hart für mein Comeback zu arbeiten. Aber damit beginnt eigentlich erst die schwere Zeit: Unzählige Stunden im Fitnessstudio, Stabilisationsübungen abseits der Mannschaft sowie Arzt- und Physiotherapietermine. Man muss versuchen, jeden Fortschritt zu würdigen, wie klein dieser auch ist, und daraus neue Kraft schöpfen, um weitere Etappenziele zu erreichen. Ich habe sehr viel Zuspruch aus meinem Freundeskreis bekommen, aber vor allem meine Familie und meine Freundin Sabrina haben mir sehr viel Halt gegeben!