Yannick Holtz: "Ich bin froh bei 08 zu sein"

Yannick Holtz

Das nächste Heimspiel der Liga-Mannschaft von Flensburg 08 steht auf dem Programm: Am Samstag, 22. November, um 14 Uhr empfängt das Team von Trainer Torsten Böker TuRa Meldorf im Flensburger Stadion. Vor dem Spiel sprach 08-Pressesprecher Julian Heldt mit Keeper Yannick Holtz.

Hallo Yannick, vergangenes Wochenende musstet ihr im Heimspiel gegen den SV Todesfelde eine bittere 2:5-Niederlage einstecken. Woran lag es, dass ihr im ersten Spiel der Rückrunde nicht punkten konntet? Wie hast du das Spiel gesehen?
Das Spiel war symptomatisch für unseren gesamten bisherigen Saisonverlauf: Dumme, teilweise individuelle Fehler führen zu Gegentoren, wodurch es trotz vieler guter Chancen schwer wird, genügend eigene Tore zu erzielen. Dazu kommt dann natürlich auch ein bisschen das fehlende Glück, wenn man sich an die zwei bis drei Pfosten- bzw. Lattentreffer aus dem letzten Spiel erinnert.

Mit 20 Punkten aus 18 Spielen belegt ihr aktuell den 13. Tabellenplatz. Der Vorsprung vor den Abstiegsplätzen schmilzt dabei immer mehr. Wie erklärst du dir die derzeit schlechte Platzierung?
Wenn man sich objektiv eines unserer Spiele anschaut, dann ist unser momentaner Tabellenstand nicht wirklich zu erklären. Wir spielen guten, manchmal sehr guten Fußball, bringen uns dann aber immer wieder selbst durch Unkonzentriertheiten in einen Nachteil. Wobei man auch sagen muss, dass nicht nur im Defensivverhalten Fehler passieren, sondern auch in der Offensive. Wenn klare Chancen nicht genutzt werden, sind das einfach auch Fehler. Das muss man so sagen.

Am Samstag geht es im Heimspiel gegen TuRa Meldorf, danach warten Tabellenführer Eutin 08 und der Verfolger Holstein Kiel II auf euch. Wie groß ist der Druck vor dem heutigen Spiel? Wie schätzt du TuRa Meldorf ein?
Der Druck steigt natürlich mit jedem verlorenen Spiel und mit Blick auf die nächsten zwei Spiele gegen Eutin und Holstein, wo wir nicht sicher mit Punkten rechnen können, ist es heute ganz besonders wichtig, unbedingten Siegeswillen zu zeigen. TuRa hat eine gute Mannschaft, die hinten hart, aber fair zur Sache geht und nach vorn ganz guten Fußball spielt. Dazu haben sie mit Ian Prescott Claus einen schneller und technisch versierten Spieler in ihren Reihen, der immer für ein Tor gut ist.

Am vergangenen Wochenende hast du beim Spiel der Zweiten gegen den TSV Großsolt-Freienwill (1:3) ausgeholfen und Nick Schmidt hat am Tag darauf im Tor der Liga-Mannschaft gestanden. Wie ist aktuell die Regelung auf der Torhüterposition?
Vor der Saison hat der Trainer Nick als Nummer eins für die Hinrunde festgelegt und daher war die Regelung eigentlich klar. Durch seine beiden Verletzungen habe ich dann natürlich die Mehrzahl der Spiele bestritten, aber nach seiner Genesung und drei Wochen im Training ist er halt erst einmal wieder gesetzt. Wie es im neuen Jahr aussieht, wird sich dann zeigen. Aber das ist halt auch die Besonderheit an der Torhüterposition.

Du bist jetzt schon seit einigen Jahren bei uns im Verein. Wie hast du die Entwicklung der Liga-Mannschaft in dieser Zeit erlebt?
Das ist jetzt meine dritte Saison bei 08 und ich bin immer noch froh hier zu sein. 08 ist sicherlich nicht der finanziell am besten aufgestellte Verein in Flensburg, aber die Identität mit dem Verein ist bei den meisten Spielern recht hoch. Trotz vieler schmerzlicher Abgänge jedes Jahr haben es die Verantwortlichen bisher dennoch geschafft, immer ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Das spricht dafür, dass der Name Flensburg 08 immer noch einen hohen Stellenwert hat. Allerdings wird das auf Dauer nicht allein reichen, um weiterhin richtig guten Fußball anzubieten. Daher ist es sehr gut, dass mit dem neuen Vorstand ein frischer Wind Einzug gehalten hat, der bisher, soweit ich das beurteilen kann, gute Arbeit leistet und versucht, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.